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Antidiskriminierung

Unter dem Begriff Antidiskriminierung lassen sich sämtliche Ansätze begreifen, die sich gegen jedwede Form von Diskriminierung richten – egal ob auf Grund von Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Bildung, sexueller Orientierung, Behinderung, Religionszugehörigkeit, Aussehen, Alter, usw.

Eine Form der Diskriminierung auf Einstellungsebene taucht selten allein auf. Man spricht hier daher auch von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF). Heißt, Personen, die beispielsweise feindlich gegenüber Schwarzen Menschen gestimmt sind, haben häufig auch eine negative Einstellung zu Homosexualität. Für ein erfolgreiches Bekämpfen sexistischer, misogyner und antifeministischer Haltungen ist es daher zentral, andere Formen von Diskriminierung im Blick zu haben und deren Verschränkung mit Antifeminismus zu.

Hass im Netz und was wir dagegen tun können | Kübra Gümüşay - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

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Beschreibung

In ihrem Vortrag spricht Kübra Gümüşay, Jounalistin, Bloggerin und Netzaktivistin, über Hass im Netz. Sie geht auf das jüngste Erstarken rechter Positionen und offenkundigen Rassismen und Sexismus ein. Hassaktivitäten werden immer beiläufiger. Das Internet bietet für diesen Hass ein Echo, denn es gibt selten eine negative Sanktionierung. Durch das ständige Widerspiegeln wird der Hass dauerhaft bestätigt. Und was passiert, wenn wir immer nur mit den Dingen bespielt werden, die wir vermeintlich sehen wollen? Es erfolgt eine Radikalisierung im Netz: Wie gehen wir mit dieser Abspaltung um? Und ist eine Annäherung unterschiedlicher Sichtweisen noch möglich?

Das Erkennen unterschiedlicher Positionen ist für Gümüşay ein wichtiger Bestandteil eines zeitgemäßen Feminismus. Ein intersektionaler Feminismus nimmt Strukturen und Zusammenhänge unterschiedlicher Unterdrückungsformen wahr. So geht es darum, gegen unterschiedliche Diskriminierungsformen aktiv zu werden, oder zumindest Diskriminierungen nicht zu reproduzieren. Wir können alle auf unterschiedliche Weise aktiv werden und handeln, was Gümüşay als Kompromiss zwischen Idealen und Realität beschreibt. Was Gümüşay vermisst, ist Wohlwollen. Wohlwollen für Menschen, die in ihrem Handeln eventuell Diskriminierungen wiedergeben. Ohne Wohlwollen droht nämlich die Angst, etwas falsch zu machen und damit Menschen davon abzuhalten, aktiv zu werden. Letztendlich gibt es laut Gümüşay keine perfekte Feministin, aber es zu versuchen ist auf jeden Fall besser, als nichtmal damit anzufangen.