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Emanzipation

Der Begriff der Emanzipation beschreibt die Befreiung einer (häufig marginalisierten) Gruppe aus einer Abhängigkeit, Unterdrückung oder gesellschaftlichen Zwängen. Oft wird der Begriff in Bezug auf die Erfolge von Frauenbewegungen oder Feminismus angewendet. Feminist*innen und Frauenrechtler*innen wurden lange Zeit antifeministisch als ‚Emanze‘ beschimpft. Antifeministische Akteur*innen arbeiten oft gegen die Emanzipation marginalisierter bzw. unterdrückter Gruppen. Teilweise wird sich strategisch aber für Teile dieser Gruppen eingesetzt, um andere abzuwerten: So setzten sich Femonationalist*innen mit völkischer Ideologie vermeintlich für Frauenrechte ein, haben aber gleichzeitig die Absicht, Migration rassistisch zu verhindern.

Beschreibung

USA in den 1970ern: Phyllis Schlafly ist eine zentrale konservative, antifeministische Aktivistin im Kampf gegen die Durchsetzung des Equal Rights Amendment (ERA). Das ERA ist ein Verfassungszusatz, der die Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzlich in den USA festschreiben soll. Schlafly wird dabei begleitet, wie sie das Konstrukt der traditionellen, heteronormativen (weißen) Familie beschützen will. Darüberhinaus arbeitet sie gegen Schwangerschaftsabbrüche und gleichgeschlechtliche Ehen und verstrickt sich dabei in Widersprüche: Inwieweit kann eine politische Lobbyistin, die zwar Mehrfachmutter ist, die Care-Arbeit selbst aber nicht erledigt, Repräsentantin für traditionelle Hausfrauen sein? Wird Schlafly von ihren männlichen Kollegen ernstgenommen? Ihre politisch-aktivistischen Gegnerinnen machen ihr außerdem das Leben schwer: Die Feministinnen der 2. Welle, wie Shirley Chisholm, die erste Schwarze Präsidentschaftskandidatin bei den Demokraten 1972, Gloria Steinem, Betty Friedan, Bella Abzug und Jill Ruckelshaus.

Die historische Miniserie illustriert zum Großteil wahre Gegebenheiten.