Frauen

Egal ob Politik, Online-Gaming oder Sport: Frauen werden häufig zur Zielscheibe und Feindgruppe antifeministischer Akteur*innen. Die Abwertungen und Angriffe finden dabei auf unterschiedliche Art und Weise statt. Mal werden Frauen kollektiv als Gewinnerinnen einer vermeintlich feministischen Verschwörung dargestellt. Mal werden einzelne Frauen, insbesondere trans Frauen, aus antifeministischen Kreisen heraus organisiert angegriffen. Oft erleben sie digitale Gewalt. Manchmal wird Frauen ihr Frau-Sein oder Weiblichkeit abgesprochen, weil sie nicht bestimmten Stereotypen entsprechen. Manchmal wird jegliche Form von Weiblichkeit abgewertet.

Doch auch innerhalb antifeministischer Kreise, genauso wie in der extremen Rechten, spielen Frauen eine Rolle. Ebenso sind laut der Leipziger Autoritarismus Studie antifeministische Einstellungen auch bei Frauen in Deutschland vertreten.

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Artikel und Publikationen
Beschreibung

USA in den 1970ern: Phyllis Schlafly ist eine zentrale konservative, antifeministische Aktivistin im Kampf gegen die Durchsetzung des Equal Rights Amendment (ERA). Das ERA ist ein Verfassungszusatz, der die Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzlich in den USA festschreiben soll. Schlafly wird dabei begleitet, wie sie das Konstrukt der traditionellen, heteronormativen (weißen) Familie beschützen will. Darüberhinaus arbeitet sie gegen Schwangerschaftsabbrüche und gleichgeschlechtliche Ehen und verstrickt sich dabei in Widersprüche: Inwieweit kann eine politische Lobbyistin, die zwar Mehrfachmutter ist, die Care-Arbeit selbst aber nicht erledigt, Repräsentantin für traditionelle Hausfrauen sein? Wird Schlafly von ihren männlichen Kollegen ernstgenommen? Ihre politisch-aktivistischen Gegnerinnen machen ihr außerdem das Leben schwer: Die Feministinnen der 2. Welle, wie Shirley Chisholm, die erste Schwarze Präsidentschaftskandidatin bei den Demokraten 1972, Gloria Steinem, Betty Friedan, Bella Abzug und Jill Ruckelshaus.

Die historische Miniserie illustriert zum Großteil wahre Gegebenheiten.