Gleichstellung

Unter dem Begriff Gleichstellung wird die Gleichberechtigung und Chancengleichheit für alle Mitglieder einer Gesellschaft verstanden. Wobei er sich auch auf Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, sozialer Klasse, körperlicher und geistiger Fähigkeiten beziehen kann, wird der Begriff häufig im Sinne einer Geschlechtergleichstellung verwendet. Während z. B. die formale Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland im Gesetz verankert ist, ist die tatsächliche Gleichstellung noch nicht erreicht. Antifeministische Haltungen blicken unterschiedlich auf Gleichstellungsfragen: Während manche die Geschlechtergleichstellung zwischen Mann und Frau nicht erstrebenswert finden, behaupten andere, diese wäre längst erreicht und wieder andere, dass es eine Benachteiligung von Männern gebe.

Beschreibung

USA in den 1970ern: Phyllis Schlafly ist eine zentrale konservative, antifeministische Aktivistin im Kampf gegen die Durchsetzung des Equal Rights Amendment (ERA). Das ERA ist ein Verfassungszusatz, der die Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzlich in den USA festschreiben soll. Schlafly wird dabei begleitet, wie sie das Konstrukt der traditionellen, heteronormativen (weißen) Familie beschützen will. Darüberhinaus arbeitet sie gegen Schwangerschaftsabbrüche und gleichgeschlechtliche Ehen und verstrickt sich dabei in Widersprüche: Inwieweit kann eine politische Lobbyistin, die zwar Mehrfachmutter ist, die Care-Arbeit selbst aber nicht erledigt, Repräsentantin für traditionelle Hausfrauen sein? Wird Schlafly von ihren männlichen Kollegen ernstgenommen? Ihre politisch-aktivistischen Gegnerinnen machen ihr außerdem das Leben schwer: Die Feministinnen der 2. Welle, wie Shirley Chisholm, die erste Schwarze Präsidentschaftskandidatin bei den Demokraten 1972, Gloria Steinem, Betty Friedan, Bella Abzug und Jill Ruckelshaus.

Die historische Miniserie illustriert zum Großteil wahre Gegebenheiten.