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Antirassismus

Unter dem Begriff Antirassismus lassen sich sämtliche Ansätze begreifen, die sich gegen jedwede Form von Rassismus richten. Im Kampf gegen Antifeminismus spielt Antirassismus eine große Rolle, denn Antifeminist*innen folgen häufig unterschiedlichen rassistischen Annahmen. Beispielsweise werden asiatisch markierte Frauen hypersexualisiert und objektiviert oder muslimisch markierte Männer im Gegensatz zu weißen Männern als gewaltbereiter dargestellt. Häufig werden Personen, die sich für Antirassismus einsetzen, von Antifeminist*innen angefeindet. Für ein intersektionales (siehe auch hier) Verständnis von Feminismus sind antirassistische Perspektiven daher unverzichtbar.


 

Hass im Netz und was wir dagegen tun können | Kübra Gümüşay - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

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Beschreibung

In ihrem Vortrag spricht Kübra Gümüşay, Jounalistin, Bloggerin und Netzaktivistin, über Hass im Netz. Sie geht auf das jüngste Erstarken rechter Positionen und offenkundigen Rassismen und Sexismus ein. Hassaktivitäten werden immer beiläufiger. Das Internet bietet für diesen Hass ein Echo, denn es gibt selten eine negative Sanktionierung. Durch das ständige Widerspiegeln wird der Hass dauerhaft bestätigt. Und was passiert, wenn wir immer nur mit den Dingen bespielt werden, die wir vermeintlich sehen wollen? Es erfolgt eine Radikalisierung im Netz: Wie gehen wir mit dieser Abspaltung um? Und ist eine Annäherung unterschiedlicher Sichtweisen noch möglich?

Das Erkennen unterschiedlicher Positionen ist für Gümüşay ein wichtiger Bestandteil eines zeitgemäßen Feminismus. Ein intersektionaler Feminismus nimmt Strukturen und Zusammenhänge unterschiedlicher Unterdrückungsformen wahr. So geht es darum, gegen unterschiedliche Diskriminierungsformen aktiv zu werden, oder zumindest Diskriminierungen nicht zu reproduzieren. Wir können alle auf unterschiedliche Weise aktiv werden und handeln, was Gümüşay als Kompromiss zwischen Idealen und Realität beschreibt. Was Gümüşay vermisst, ist Wohlwollen. Wohlwollen für Menschen, die in ihrem Handeln eventuell Diskriminierungen wiedergeben. Ohne Wohlwollen droht nämlich die Angst, etwas falsch zu machen und damit Menschen davon abzuhalten, aktiv zu werden. Letztendlich gibt es laut Gümüşay keine perfekte Feministin, aber es zu versuchen ist auf jeden Fall besser, als nichtmal damit anzufangen.