Politik

Antifeminismus findet auch auf politischer Ebene statt. In einigen Ländern wie in Deutschland, Italien, Ungarn, Polen, Brasilien oder den USA war Antifeminismus eine zentrale Strategie in Wahlkämpfen rechter und konservativer Parteien. Ebenso spielt Antifeminismus in Sachen Gesetzeslage eine Rolle (z. B. im Falle des mittlerweile überholten Transsexuellengesetzes oder Abtreibungsverboten). Doch auch FLINTA (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) in der Politik oder Politiker*innen, die sich für Gleichstellungsmaßnahmen einsetzen, sind oft Angriffen aus dem antifeministischen Lager ausgesetzt.

 

Vortrag: Netzwerkkonferenz Haltung zeigen - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung

Im ersten Vortrag des Panels gibt Prof. Ursula Birsl der Uni Marburg einen Blick auf Deutschland, insbesondere Westdeutschland. Dabei definiert sie zunächst den zentralen Fokus von Feminismus, Herrschaft und Emanzipation und nicht Geschlecht. Birsl plädiert dafür, den Antifeminismus als weltanschauliche Gegenbewegung dazu zu verstehen, benennt entsprechende Akteur*innen und geht auch historisch auf Entwicklungen ein. Birsl betont die Rolle der Forschung zur fundamentalistisch-christlichen Rechten und Unterschiede in den Gesellschaftsschichten.

Vortrag Prof. Ursula Birsl (00:35:43) Abstract zum Vortrag

Im zweiten Vortrag spricht Neil Datta (European Parliamentary Forum for Sexual & Reproductive Rights) auf English über Anti-Gender-Mobilisierungen im europäischen Kontext. Datta erklärt die historische Entwicklung dieser Bewegungen: Welche Themen und damit auch Angriffsziele sind hier besonders relevant und warum? Kernthemen sind sexuelle und reproduktive Rechte, LGBTQI-Rechte, Kinderrechte, "Gender" und Gesetze und Politiken rund um Hassrede und Diskriminierung.

Vortrag Neil Datta (00:29:22)