(Fach-)Öffentlichkeit/Zivilgesellschaft

'We are the most homophobic country in the EU': Poland’s election and the LGBT fightback - The Guardian

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In dem kurzen Doku-Video werden zwei LGBTQ+(synonym zu Deutsch "LSBTQ+", also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans, Queer und mehr) -Aktivist*innen im Sommer 2020 während des polnischen Wahlkampfs begleitet. Andrzej Duda wirbt seit seiner Amtszeit 2015 als polnischer Präsident für sogenannte traditionelle Werte. Bart Staszewski, LGBT-Aktivist*in, besucht die sogenannten "LGBT-freien" Zonen, und fotografiert sie, teils mit und ohne queeren Menschen. Mit dem Projekt will Staszewski die Sichtbarkeit queerer Menschen erhöhen. Zum Drehzeitpunkt wurde circa ein Drittel Polens, besonders im Osten, zu "LGBT-freien" Zonen erklärt. Oft sind es insbesondere ländliche Gegenden, die so benannt wurden. Staszewski spricht über die politische Instrumentalisierung von LGBTQ+ im Wahlkampf und die psychischen Belastungen für queere, vor allem jüngere, Personen. Auch Maciej, Freund*in von Staszewski, engagiert sich für die Rechte queerer Menschen in Polen. Im Video spricht Maciej über eigene Erfahrungen als queere Person in Polen und über die Probleme im Land. Maciej sagt jedoch auch deutlich: eine bessere Zukunft ist möglich und wird kommen. 

Duda hat den Wahlkampf gewonnen und bleibt weiterhin polnischer Präsident.

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Filmausschnitte aus der ARTE-Dokumentation "Feindbild Frau" und Gespräch mit den Gäst*innen Nicole Diekmann (Korrespondentin im Hauptstadtstudio des ZDF), Anna-Lena von Hodenberg (Gründungsgeschäftsführerin HateAid) und Ursula Duplantier (Regisseurin und Autorin des Films). Moderiert wird das Gespräch von Aline Abboud, Journalistin und Moderatorin. 

Die Dokumentation "Feindbild Frau" von ARTE dreht sich um den erstarkenden Antifeminismus, den Frauen im Netz, in der Politik, im Sport und im öffentlichen Leben erfahren. Sie legt einen Fokus auf Betroffene, die von Hetze aus dem rechten politischen Spektrum betroffen sind. Die Doku zeigt außerdem die Verstrickungen mit Rassismus und Antisemitismus auf und blickt auch in die historischen Ursprünge von Antifeminismus. Vernetzungsmöglichkeit für Antifeminist*innen werden aufgezeigt als auch wie ihre Argumente verbreitet werden. 

Die begleitende Diskussion beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen rechter Politik und Antifeminismus: Es geht um rechte Argumentationen, Geschlechterrollen, Verschwörungsmythen und um diverse extremistische Bewegungen.

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Zunächst spricht Prof. Dr. Ilse Lenz, Soziologin über die Notwendigkeit, feministische Öffentlichkeiten wieder aufzubauen. Sie betont die Wichtigkeit der Intersektionalität und stellt unterschiedliche feministische Strömungen vor, auch welche Verbindungen zu anderen Bewegungen es gibt. Welche Probleme stellen sich demnach der breiten feministischen Öffentlichkeit? Für einen handlungsfähigen Feminismus braucht es laut Lenz deshalb intersektionale Analysen, Reflexions- und Kommunikationsfähigkeit, und strategische Debatten. Am Ende führt Lenz noch aus, wie Solidarität auf unterschiedliche Weise aussehen kann und wieso es "dritte Räume" zur Begegnung braucht. 

Prof. Dr. Ilse Lenz (00:23:13)

Dann spricht Peggy Piesche (bpb) zum Thema. Im Folgenden ein Abstrakt zum Vortrag:

Es lässt sich nur schwer ignorieren: es kriselt in der feministischen Vielfältigkeit. Wenn wir nach (neuen) Wegen solidarischer Zukunftsausrichtungen eines einschließenden Feminismus suchen und ein Wir möglichst breit und mitnehmend gestalten wollen, müssen wir uns Zeit nehmen für eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Feminismen und ihrer jeweiligen Herrschaftsverstrickung. Diese Reflexion kann nur konstruktiv und gelingend sein, wenn sie intersektional vorgeht. D.h. wir müssen beginnen die machtvollen Distinktionen auszusprechen um Alternativen auf der Grundlage dieser Realitätsanerkennung entwickeln zu können. Das Ende des weißen Feminismus, wie wir ihn kennen, kündigt sich schon seit geraumer Zeit an. Gemeint ist ein Feminismus westlicher Couleur, der sich von Beginn an weißen Männern orientiert und sich vor allem als eine intellektuelle – und damit bürgerliche – Bewegung verstanden wissen will. Das Bürgerliche, mit seiner Betonung auf ökonomischer und sozialer Partizipation, ist der schlechteste Garant für grundlegende Veränderung. Die Rassismuskritik Schwarzer feministischer und PoC-feministischer Kollektive ist dagegen intersektional angelegt und verbindet die Kämpfe gegen Armut, Sexualisierung, Gewalt und Gefängnisse mit denen für reproduktive Gerechtigkeit, bessere Arbeitsbedingungen und das Recht auf Mobilität. Antworten auf die globalen Ungleichheitsverhältnisse sind nur so möglich. Vor diesem Hintergrund haben die verschiedenen Feminismen von heute unterschiedliche Ausgangsorte und damit auch unterschiedliche Wege und Aufgaben. Der Beitrag wird sich den Fragen widmen, wie die Räume für Solidarisierungen verschiedener Feminismen aussehen können und wie wir Solidarität für die Zukunft (neu) definieren.

Peggy Piesche (00:23:45)

In einer anschließenden Diskussion tauschen sich die beiden Vortragenden über ihre Inhalte aus und widmen sich Fragen aus dem Publikum. Weiter werden die Konzepte des Universalismus und des "Dritten Raumes" nochmal weiter erläutert. 

Diskussionsteil (00:16:23)