Podcast-Episode 2/3

Rojda Arslan über türkischen Rechtsextremismus und Antifeminismus

Im zweiten Teil der Reihe „Antifeminismus in der (Post-)Migrationsgesellschaft“ wird türkischer Rechtsextremismus in den Fokus gerückt. Rojda Arslan, Expertin für Menschenrechte mit kurdisch-alevitischer Perspektive, erklärt, wie dieser nach Deutschland kam und welche ideologischen Verbindungen zum Antifeminismus bestehen.

Ein zentraler Akteur sind die „Grauen Wölfe“, die als zweitgrößte rechtsextreme Gefahr in Deutschland gelten. Doch was sind ihre ideologischen Grundlagen? Arslan zeigt, dass antifeministische Einstellungen hier auf ultra-nationalistischen, rassistischen und patriarchalen Ideologien fußen. Feindbilder wie Feminist*innen, Kurd*innen, Alevit*innen oder LGBTIQ+ Personen werden gezielt konstruiert und bekämpft, um eine „homogene Nation“ zu propagieren.

Mythen und Rollenbilder spielen dabei eine zentrale Rolle: Männer werden als „Helden“ und Beschützer der Nation stilisiert. Frauen sollen sich in traditionelle Rollen fügen. Ihre Aufgabe sei die Bewahrung der „türkischen Kultur“. Verschwörungsmythen, etwa die angebliche „Zersetzung“ durch Feminismus oder „westliche Einflüsse“, werden genutzt, um antifeministische Positionen zu legitimieren.

Auch politische Parteien wie die AKP oder MHP tragen solche Ideologiefragmente mit – etwa durch die Verharmlosung rechtsextremer Strukturen oder die Instrumentalisierung von Antifeminismus für nationale Agenden.

Was kann gegen dieses Phänomen getan werden? Arslan betont die Notwendigkeit von Aufklärung, zivilgesellschaftlichem Engagement Nicht-Betroffener und politischer Konsequenz, etwa durch die strikte Bekämpfung rechtsextremer Gruppen.

Zur Podcastfolge

Bemerkungen

Der Podcast ist Teil 2/3 einer Serie zu "Antifeminismus in der (Post-) Migrationsgesellschaft" und Teil eines Medienprojekts der Freiburger InZeitung mit dem gleichnamigen Titel.

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