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Rechtsextremismus

Unter Rechtsextremismus oder der Extremen Rechten werden bestimmte ideologische Überzeugungen innerhalb der politischen Rechten verstanden. Dazu gehören z. B. völkisch-nationalistische, (neo-)faschistische, rechtsautoritäre und weitere demokratiefeindliche Weltbilder. Antifeministische Überzeugungen rund um Geschlecht und Sexualität spielen innerhalb dieser Weltbilder eine große Rolle. Sie sind geprägt von heteronormativen Vorstellungen, in denen ausschließlich Männer und Frauen existieren. Beide müssen bestimmten traditionalistischen Stereotypen entsprechen, z. B. Frauen als Mutter und Hausfrau und Männer als Kämpfer und Verteidiger der Nation. Völkisch-nationale Akteur*innen werben z. B. für den Erhalt der cis-heteronormativen Kleinfamilie als sogenannte Keimzelle der Nation, während sie anderen Familienkonstellationen das Existenzrecht absprechen (Familismus). Antifeministische Einflussnahme ist dabei nicht nur Teil des Weltbilds, sondern auch erfolgreiche Wahlkampf- und Mobilisierungsstrategie der Extremen Rechten.

Beschreibung

Natascha Strobl, Rechtsextremismus-Expertin, beschreibt in diesem Kurzvideo den Zusammenhang zwischen Antifeminismus und rechten, rechtsextremistischen und faschistischen Ideologien und erläutert, dass und auf welche Weise diese Ideologien immer auch antifeministisch sind. Sie zeigt, dass Antifeminismus nicht nur ein Begriff in der Diskurstheorie ist, sondern dass ihm einerseits bestehende materielle Ungleichheiten und andererseits konkrete Vorstellungen darüber zugrunde liegen, wie die Gesellschaft neu geordnet werden soll. Wie sieht es also beispielsweise um Anerkennung und Belohnung in Arbeit, Sorgeabeit, Bildung und Erziehung aus? Wie (un)gleich sind Macht und Einkommen verteilt und was wünschen sich Feminist*innen und Antifeminist*innen für die Zukunft? Diese Fragen müssen auch immer intersektional z. B. im Zusammenhang mit Klasse, Ethnie und Herkunft verhandelt werden.

Natascha Strobl macht deutlich, dass es von verbalem Antifeminismus hin zu Gewalt nicht weit ist: Wenn antifeministisches Gedankengut in allen Gesellschaftsschichten verbreitet ist, kann es auch überall dort als Rechtfertigung und Ausgangspunkt für vielfältige Formen von Gewalt herhalten, von denen Femizide nur die Spitze des Eisbergs sind. 

Die abschließenden Ausführungen machen Hoffung: Natascha Strobl benennt Projekte und Bewegungen, die intersektional denken und feministische Forderungen voran bringen. Es gibt sie weltweit: In Lateinamerika, den USA, Deutschland ...