Moderatorin Sira Thierij berichtet über die jüngsten Entwicklungen in den Bereichen Feminismus und Gleichstellung innerhalb der Europäischen Union (EU). Dabei definiert Thierij zunächst die Bedeutung von Feminismus und zeigt am Beispiel von Spanien, wie das Thema Wahlkämpfe beeinflussen kann. Desweiteren wirft Thierij einen Blick auf das EU-Recht: Obwohl die Gleichstellung der Geschlechter im EU-Recht festgeschrieben ist, zeigt der Gleichberechtigungsindex (alle zwei Jahre) eine komplexe Umsetzung. Hat sich also in der EU etwas verändert? Welche Faktoren spielen zudem eine wichtige Rolle? Im Fokus stehen Ungarn, Polen, und Italien.
Antifeminismus ist in sämtlichen Gesellschaftsbereichen vertreten, so auch auf gesetzlicher Ebene. Viele Feminist*innen prangern beispielsweise das gesetzlich geregelte Abtreibungsverbot als antifeministische Gesetzesgrundlage an, die Schwangeren ihr Recht auf reproduktive Selbstbestimmung verwehrt. Und auch antifeministische Akteur*innen machen auf parteipolitischer Ebene Druck, um Antifeminismus auch gesetzlich zu verankern, so beispielsweise in Sachsen-Anhalt, wo das Bildungsministerium geschlechtergerechte Sprache an Schulen verboten hat.