Im Ausschnitt der „ZDF Magazin Royale" Sendung vom 02.12.2022 beleuchtet Jan Böhmermann Trans*feindlichkeit in Deutschland. Dabei geht er von der aktuellen Fußball-WM 2022 in Katar und der Diskussion um die "One-Love-Armbinde" der deutschen Nationalmannschaft aus. Er geht darauf ein, was “trans" bedeutet und übt in diesem Rahmen Kritik an von ihm selbst getätigten Aussagen aus 2016. Im Anschluss daran analysiert er mit Hilfe von Betroffenenstimmen diskriminierende Inhalte des sogenannten „Transsexuellengesetzes" und dem daraus folgenden Vorgehen. Außerdem stellt er trans*feindliche Akteur*innen in Deutschland und ihre zentralen Argumentationen vor. Weit verbreitete trans*feindliche Narrative werden eingeordnet, zum Beispiel das Narrativ des „Kinderschutzes" oder der „Umkleide als Schutzraum". Zum Abschluss stellt Böhmermann die nationalen und transnationalen antifeministischen Allianzen zwischen diesen Akteur*innen und ihre öffentlichkeitswirksamen Strategien vor.
Unter Selbstbestimmung wird häufig das Recht auf Selbstbestimmung verstanden. Jeder Person sollte es selbst zustehen, über das eigene Leben zu entscheiden. Als ‚Recht auf freie Entfaltung‘ ist Selbstbestimmung auch in der deutschen Verfassung verankert und stellt eines der zentralen Menschenrechte dar. Antifeministische Akteur*innen wollen dieses Recht in Bezug auf geschlechtliche Selbstbestimmung aushebeln. So hetzen sie gegen das sogenannte ‚Selbstbestimmungsgesetz ‘, das zukünftig trans*, inter* und nichtbinären Personen ermöglichen soll, ihren amtlichen Geschlechtseintrag und Namen zu ändern, ohne dabei ein diskriminierendes Verfahren zu durchlaufen wie es in Vergangenheit der Fall war. Auch gegen feministische Errungenschaften wie reproduktive und sexuelle Selbstbestimmung gehen Antifeminist*innen vehement vor, z. B. durch das Propagieren von Abtreibungsgegner*innenschaft.