Text mit Titel und zwei Karotten auf weißem Hintergrund.
Fachartikel

Atemlos hinter der Karotte der Männlichkeit. Jungen*arbeit als Prävention autoritärer Männlichkeiten

Autoritäre Männlichkeiten erleben weltweit und auch in Deutschland eine Renaissance. Ein Chor von Fitfluencern, Dating- und Life-Coaches, Pick-up Artists, Bitcoin-Bros und allerlei weiteren schmierigen Social Media-Figuren raunt der männlichen Jugend stoisch und nonstop ins Ohr, dass sie dieses und jenes tun müsse, um als Mann erfolgreich zu sein. Gepredigt werden Autorität und Härte; heteronormative Männlichkeit wird glorifiziert. 

Misogyne Online-Kulturen und immer neue Formen von Remilitarisierung sind eine Folge. Einher damit gehen aber auch drastische Kürzungen im weiblich konnotierten sozialen und kulturellen Bereich, beispielsweise beim Frauengewaltschutz. Maßnahmen zum Nachteilsausgleich sind seit Trump in den USA unter Beschuss (und auch deutsche Firmen machen bereitwillig mit). In letzter Konsequenz bewirkt all das eine Re-Maskulinisierung des Alltags und nicht zuletzt immer weiter auseinanderdriftende politische Ansichten von Männern* und Frauen*.

Der Beitrag von Andreas Hechler rekonstruiert anhand von drei Beispielen zunächst Attraktivitätsfaktoren dieser Ideologie. In einem zweiten Schritt werden die Nachteile und Kosten für Jungen* aufgezeigt, die das Hochschrauben an Männlichkeitsanforderungen für sie haben, bevor abschließend Alternativen im Rahmen einer geschlechterreflektierten Pädagogik aufgezeigt werden.

Bemerkungen

Literaturangabe

Hechler, Andreas (2025): Atemlos hinter der Karotte der Männlichkeit. Jungen*arbeit als Prävention autoritärer Männlichkeiten. In: Junge*Junge, Oktober 2025, S. 11–14. https://andreashechler.com/files/Hechler_Karotte_2025.pdf

Der Text ist in der Ausgabe Oktober 2025 des Magazins Junge*Junge der LAG Jungenarbeit in NRW e.V. erschienen. Das ganze Heft finden Sie unter: https://lagjungenarbeit.de/files/lag_files/veroeffentlichungen/Broschueren/jungejunge_01-2025.pdf

Didaktische Hinweise

Der Text richtet sich primär an pädagogisch Tätige, die im Rahmen ihrer Arbeit Jungen zu einem freien Leben in einer freien Gesellschaft begleiten möchten.

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