Während des Fachgespräches der grünen Bundestagsfraktion am 09.05.15 "Wer will die Uhr zurückdrehen? Strategien gegen Anti-Feminismus und Homophobie" wurden unterschiedliche Statements zum Thema gesammelt, u. a. von Mitgliedern der Partei Bündnis90/Die Grünen sowie Menschen aus den Bereichen Jura, Journalismus, Vereinsarbeit und Medienberatung. Was macht Antifeminismus aus? Welche Bereiche sollte man sich besonders anschauen? Und was sind konkrete Ideen, Antifeminismus zu begegnen?
Unter Queerfeindlichkeit sind Abwertungen von, Anfeindungen gegenüber und Angriffe auf queere Menschen zu verstehen. Dazu zählen sämtliche Personen, die auf Grund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität nicht cis-heteronormativ leben und lieben, also LSBTIQA+ (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* Personen, inter* Personen, queere Personen, agender und asexelle Personen u. v. m. ). Antifeministische Ausprägungen von Queerfeindlichkeit können unterschiedlich aussehen: Diese kann sich z. B. durch explizite Homo- oder Trans*-/Interfeindlichkeit ausdrücken oder durch die Arbeit gegen eine Pädagogik der sexuellen, amourösen und geschlechtlichen Vielfalt. Queerfeindlichkeit ist zentrales Motiv von Anti-Gender-Mobilisierungen, die eine aktuelle Ausprägung von Antifeminismus sind.