Rechtspopulismus

Rechtspopulismus ist ein Kommunikations- und Politikstilmittel. Dabei werden rechtskonservative bis rechtsextreme Inhalte über populistische Kommunikation verbreitet. Populismus kommt vom Begriff ‚populus‘, griechisch für Volk. Wer Populismus als Stilmittel verwendet, versucht in Aussagen immer eine möglichst breite Öffentlichkeit (‚das Volk‘) anzusprechen. Dadurch geht notwendige Differenzierung verloren und politische oder soziale Phänomene werden stark verkürzt und emotionalisierend/polarisierend dargestellt. Antifeministische Akteur*innen bedienen sich rechtspopulistischer Argumentation, wenn z. B. in Parolen gegen Abtreibungen gehetzt wird (‚Abtreibung ist Mord‘) oder trans Frauen fälschlicherweise als Gefahr für cis Frauen stilisiert werden.

'We are the most homophobic country in the EU': Poland’s election and the LGBT fightback - The Guardian

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Beschreibung

In dem kurzen Doku-Video werden zwei LGBTQ+(synonym zu Deutsch "LSBTQ+", also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans, Queer und mehr) -Aktivist*innen im Sommer 2020 während des polnischen Wahlkampfs begleitet. Andrzej Duda wirbt seit seiner Amtszeit 2015 als polnischer Präsident für sogenannte traditionelle Werte. Bart Staszewski, LGBT-Aktivist*in, besucht die sogenannten "LGBT-freien" Zonen, und fotografiert sie, teils mit und ohne queeren Menschen. Mit dem Projekt will Staszewski die Sichtbarkeit queerer Menschen erhöhen. Zum Drehzeitpunkt wurde circa ein Drittel Polens, besonders im Osten, zu "LGBT-freien" Zonen erklärt. Oft sind es insbesondere ländliche Gegenden, die so benannt wurden. Staszewski spricht über die politische Instrumentalisierung von LGBTQ+ im Wahlkampf und die psychischen Belastungen für queere, vor allem jüngere, Personen. Auch Maciej, Freund*in von Staszewski, engagiert sich für die Rechte queerer Menschen in Polen. Im Video spricht Maciej über eigene Erfahrungen als queere Person in Polen und über die Probleme im Land. Maciej sagt jedoch auch deutlich: eine bessere Zukunft ist möglich und wird kommen. 

Duda hat den Wahlkampf gewonnen und bleibt weiterhin polnischer Präsident.

Beschreibung

Filmausschnitte aus der ARTE-Dokumentation "Feindbild Frau" und Gespräch mit den Gäst*innen Nicole Diekmann (Korrespondentin im Hauptstadtstudio des ZDF), Anna-Lena von Hodenberg (Gründungsgeschäftsführerin HateAid) und Ursula Duplantier (Regisseurin und Autorin des Films). Moderiert wird das Gespräch von Aline Abboud, Journalistin und Moderatorin. 

Die Dokumentation "Feindbild Frau" von ARTE dreht sich um den erstarkenden Antifeminismus, den Frauen im Netz, in der Politik, im Sport und im öffentlichen Leben erfahren. Sie legt einen Fokus auf Betroffene, die von Hetze aus dem rechten politischen Spektrum betroffen sind. Die Doku zeigt außerdem die Verstrickungen mit Rassismus und Antisemitismus auf und blickt auch in die historischen Ursprünge von Antifeminismus. Vernetzungsmöglichkeit für Antifeminist*innen werden aufgezeigt als auch wie ihre Argumente verbreitet werden. 

Die begleitende Diskussion beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen rechter Politik und Antifeminismus: Es geht um rechte Argumentationen, Geschlechterrollen, Verschwörungsmythen und um diverse extremistische Bewegungen.