Rechtsextremismus

Unter Rechtsextremismus oder der Extremen Rechten werden bestimmte ideologische Überzeugungen innerhalb der politischen Rechten verstanden. Dazu gehören z. B. völkisch-nationalistische, (neo-)faschistische, rechtsautoritäre und weitere demokratiefeindliche Weltbilder. Antifeministische Überzeugungen rund um Geschlecht und Sexualität spielen innerhalb dieser Weltbilder eine große Rolle. Sie sind geprägt von heteronormativen Vorstellungen, in denen ausschließlich Männer und Frauen existieren. Beide müssen bestimmten traditionalistischen Stereotypen entsprechen, z. B. Frauen als Mutter und Hausfrau und Männer als Kämpfer und Verteidiger der Nation. Völkisch-nationale Akteur*innen werben z. B. für den Erhalt der cis-heteronormativen Kleinfamilie als sogenannte Keimzelle der Nation, während sie anderen Familienkonstellationen das Existenzrecht absprechen (Familismus). Antifeministische Einflussnahme ist dabei nicht nur Teil des Weltbilds, sondern auch erfolgreiche Wahlkampf- und Mobilisierungsstrategie der Extremen Rechten.

Beschreibung

Der Journalist Thomas Gesterkamp spricht im Rahmen der Netzwerk-Tagung „Haltung zeigen" mit dem Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Dr. Klaus Theweleit zur Frage „Ist Männlichkeit gefährlich?“. Theweleit spricht über psychoanalytische Ansätze zu Männlichkeit und Männern. Dabei geht es um Themen wie die Verbindung von Faschismus, Körperpanzer und Militarismus, Aggressionen, Beziehungsverhalten und Geschlechterrollen. Auch Incels (engl. "involuntary celibates", zu deutsch "unfreiwillige Zölibatäre") und rechter Terror werden thematisiert.

Vortrag: Netzwerkkonferenz Haltung zeigen - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung

Im ersten Vortrag des Panels gibt Prof. Ursula Birsl der Uni Marburg einen Blick auf Deutschland, insbesondere Westdeutschland. Dabei definiert sie zunächst den zentralen Fokus von Feminismus, Herrschaft und Emanzipation und nicht Geschlecht. Birsl plädiert dafür, den Antifeminismus als weltanschauliche Gegenbewegung dazu zu verstehen, benennt entsprechende Akteur*innen und geht auch historisch auf Entwicklungen ein. Birsl betont die Rolle der Forschung zur fundamentalistisch-christlichen Rechten und Unterschiede in den Gesellschaftsschichten.

Vortrag Prof. Ursula Birsl (00:35:43) Abstract zum Vortrag

Im zweiten Vortrag spricht Neil Datta (European Parliamentary Forum for Sexual & Reproductive Rights) auf English über Anti-Gender-Mobilisierungen im europäischen Kontext. Datta erklärt die historische Entwicklung dieser Bewegungen: Welche Themen und damit auch Angriffsziele sind hier besonders relevant und warum? Kernthemen sind sexuelle und reproduktive Rechte, LGBTQI-Rechte, Kinderrechte, "Gender" und Gesetze und Politiken rund um Hassrede und Diskriminierung.

Vortrag Neil Datta (00:29:22)