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Frauen in der extremen Rechten

Frauen werden in rechtsextremen Bewegungen noch immer häufig unterschätzt. Das Bild vom Rechtsextremismus als vorwiegend männlichem Phänomen kann dazu führen, dass Frauen eher als Mitläuferinnen, Partnerinnen oder unpolitische Unterstützerinnen wahrgenommen werden. Der Beitrag Frauen in der extremen Rechten von Cynthia Möller zeigt dagegen, dass Frauen seit Langem eigenständige und wichtige Akteurinnen in extrem rechten Strukturen sind.

Ihre Rollen sind dabei vielfältig: Frauen treten als Aktivistinnen, Organisatorinnen, Ideologinnen, Influencerinnen oder parlamentarische Akteurinnen auf. Sie sind in Parteien ebenso präsent wie in subkulturellen Zusammenhängen, intellektuellen Netzwerken oder digitalen Räumen. Der Artikel zeichnet historische Kontinuitäten nach und zeigt gleichzeitig, wie sich die Rollen rechtsextremer Frauen verändert und ausdifferenziert haben.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Beitrag einer Strategie, die rechtsextreme Frauen politisch besonders wirksam machen kann: Gesellschaftliche Vorstellungen von Frauen als friedfertig, fürsorglich oder weniger politisch führen dazu, dass ihre ideologischen Positionen teilweise weniger schnell als extrem rechts erkannt werden. Diese „doppelte Unsichtbarkeit“ kann mit einer bewussten Selbstverharmlosung verbunden werden. Auf Social Media können beispielsweise scheinbar unpolitische Inhalte über Familie, Lifestyle oder Kindererziehung mit rassistischen, nationalistischen oder antifeministischen Botschaften verbunden werden.

Der Text zeigt außerdem, wie Themen wie Frauenrechte, Kinderschutz oder der Schutz vor sexualisierter Gewalt von rechtsextremen Akteurinnen aufgegriffen und umgedeutet werden können. Gleichstellung wird dabei nicht grundsätzlich unterstützt. Stattdessen werden einzelne feministische Argumente genutzt, um etwa antimuslimische oder migrationsfeindliche Positionen zu legitimieren. Gleichzeitig bleiben traditionelle Vorstellungen von Familie, Mutterschaft und Geschlechterrollen wichtige Bestandteile rechtsextremer Ideologie.

Der Beitrag macht damit deutlich, dass Frauen weder eine Ausnahme noch einen Widerspruch innerhalb extrem rechter Bewegungen darstellen. Ihre Beteiligung ernst zu nehmen ist eine Voraussetzung dafür, rechtsextreme Strategien, Organisationsformen und gesellschaftliche Anschlussfähigkeit vollständig erfassen zu können.

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Didaktische Hinweise

Der Onlineartikel bietet einen gut zugänglichen und aktuellen Überblick und eignet sich auch für Leser*innen ohne umfassendes Vorwissen. Besonders hilfreich ist er als Ergänzung zu Medien, die sich auf einzelne prominente rechtsechte Politikerinnen konzentrieren, da er unterschiedliche Rollen von Frauen innerhalb der extremen Rechten in den Blick nimmt.

Der Beitrag eignet sich außerdem, um verbreitete Vorstellungen von Frauen als grundsätzlich weniger gewaltaffin, weniger politisch oder weniger ideologisch zu reflektieren.

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